…und auf einmal ist es Frühling! Während beim vergangenen Transport noch Schnee und Eis das Sagen hatten, so diesmal Sonne, grüne Wiesen und blühende Büsche.

Ziel des Transportes war Rumänien. Geladen war der Lkw mit 20 t Konserven, also gewichtsmäßig bis ans Limit. Die große Frage war, ob es geklappt hat, dass keine einzelne Achse überladen ist.

Bei schönem Wetter gings durch Deutschland über Österreich nach Ungarn. Hier hat es nach der Grenze eine Achswaage, über die jeder Verdächtige Lkw muss. So auch wir. Doch der Waagemeister war mit unserem Gewicht zufrieden, gab aber keine Auskunft wie schwer wir wirklich sind. In Ungarn besucht mir kurz einen Freund und dann ginge schon weiter an die rumänische Grenze. Die Schlange war überschaubar, doch Murphy schlug voll zu – wir stellten uns an der schlechteren der beiden Reihen an. Endlich kamen auch wir dran und durften ohne Probleme die Grenze passieren. Ich war sehr sehr gespannt auf die Waage an der Grenze, denn diese ist viel strenger als die ungarische Waage. Doch was war: Vor mir hatte ein Lkw Probleme, er war zu schwer oder so. Um dann einen langen Rückstau zu vermeiden wurde ich einfach durchgewinkt. Ich fuhr zwar über die Waage, wurde aber nicht wirklich gewogen, da der Mann nicht am Computer saß sondern mit dem anderen Kollegen beschäftigt war. Wie gut!

Nach einer guten Nacht unmittelbar nach der Grenze kamen wir am Nachmittag dann an der ersten Abladestelle bei Matthias an. Hier war sogar ein Radlader vorhanden und so konnten wir die Hälfte der Paletten mit Konserven ruckzuck Abladen. Die andere Hälfte war für den Süden Rumäniens bestimmt. Doch da es nicht viel Sinn macht mit leeren Anhänger dorthin zu fahren, luden wir bei Matthias noch verschiedenste Sachen auf, die er zu einem Projekt von sich nach Oltenien bringen wollte. Zufällig war dieses Projekt nur 300 m entfernt von einer Abladestelle, die ich auch geplant hatte. Zufall? Während der Anhänger abgeladen wurde fuhren wir mit dem Lkw zu unserem Projekt und luden dort einen weiteren Teil der Lebensmittel von Hand ab.

Und schon ging‘s weiter, nächstes Ziel: Dobrata Turnu Severin, direkt an der Donau. Doch das war gar nicht so einfach: Im nächsten Dorf ein Schild: Höhe 3,20m. Wir haben 4,00 Meter. Also Karte studiert und links rum über Dörfer durch die Pampa. Die Wege wurden schlechter, dann plötzlich eine Höhenbeschränkung auf 3,50m. Ich sag noch zu Dominik: Das sind nie 3,50m, das ist mehr! Ganz langsam tasten wir uns durch. Einer fährt, einer schaut. Und siehe da, es passt genau!

Während wir die Strecke  zur nächsten Stelle unter die Räder nahmen, organisierte unser Partner dort die Helfer zur Abladen: und so wartete eine fröhliche Truppe, um die Hilfsgüter entgegenzunehmen. Doch zuerst einmal mussten wir offroad fahren: über Erdwege und Wiesen zu der Gemeinde, wo wir die Hilfsgüter abluden. Mit viel Spaß wanderten die Konserven ins Lager der Gemeinde. Schon in den nächsten Tagen werden sie an bedürftige Menschen weiterverteilt. Wir bekamen noch eine Pizza unterfuhren noch ein Stück bis zu einem gutem Rasthof, wo wir direkt mit Blick auf die Donau übernachteten.

Am nächsten Morgen, wieder mit strahlenden Sonnenschein, ging es weiter in Richtung Heimat. Durch die Karpaten in Richtung Pustza. Wir nahmen eine kleine Grenze, an der auch kaum was los war und konnten noch ein gutes Stück nach Ungarn reinfahren. Am nächsten Tag ging‘s weiter durch Ungarn und Österreich bis nach Augsburg, wo wir ein letztes Mal übernachteten. Am Sonntag kamen wir pünktlich zum Mittagessen wieder zu Hause an – dankbar für eine gute und bewahrte Tour.

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