{"id":769,"date":"2013-08-08T12:00:21","date_gmt":"2013-08-08T12:00:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dhhn.de\/?p=769"},"modified":"2013-08-08T12:08:45","modified_gmt":"2013-08-08T12:08:45","slug":"heise-reifen-auf-heisem-asphalt-unterwegs-fur-menschen-in-not","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dhhn.de\/en\/heise-reifen-auf-heisem-asphalt-unterwegs-fur-menschen-in-not\/","title":{"rendered":"Hei\u00dfe Reifen auf hei\u00dfem Asphalt, unterwegs f\u00fcr Menschen in Not!"},"content":{"rendered":"<p>Hilfsg\u00fctertransport Moldawien Juli 2013<\/p>\n<p>Hilfstransport nach Moldawien, ins Armenhaus Europas. Gemeinsam mit tausenden anderen Menschen dachte ich, besonders schlau zu sein und startete schon am Donnerstag, um nicht am Freitag oder Samstag in den Ferienstau zu kommen. Tja, nix war\u2019s\u2026 Stundenlang konnte ich mir die Autobahn mal ganz genau anschauen. J<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag in Wien dann nochmals ein Megastau, ich erreichte dann einiges sp\u00e4ter als geplant die ungarische Grenze. Hier gibt es jetzt leider auch eine neue Maut, die kilometerabh\u00e4ngig ist. Rund 100\u20ac f\u00fcr einmal durch Ungarn fahren. (\u00dcbrigens, ein Transport nach Moldawien hin und zur\u00fcck kostet alleine 570\u20ac Maut!) Diese Mau muss man an solchen Terminals buchen. Dort gibt man Start und Ziel an, der Computer beschlie\u00dft dann, wie man fahren muss und wie viel das kostet. Allerdings ging schon mal gleich das erste Terminal gar nicht. Nach einigem probieren zusammen mit anderen Fahrern fuhr ich \u201eillegal, weil ohne g\u00fcltiges Ticket\u201c, zum n\u00e4chsten Rasthof. Auch hier war das Ger\u00e4t abgest\u00fcrzt. Ein Polizist, der gerade dort war, meinte, ich solle doch \u00fcber die Autobahn zum Rasthof auf der anderen Seite\u2026. Mach ich nicht, mir zu gef\u00e4hrlich, wieder illegal weiter. Am n\u00e4chsten hats dann funktioniert, ich darf f\u00fcr 100\u20ac Ungarn durchqueren und habe daf\u00fcr sogar genau zwei Tage Zeit!<\/p>\n<p>In gro\u00dfer Hitze erreiche ich am n\u00e4chsten Tag die rum\u00e4nische Grenze, problemlos komme ich r\u00fcber. EU sei Dank! \u00dcber Cluj und Sibiu komme ich sp\u00e4t abends bei den Fackeltr\u00e4gern an, \u00fcbernachte dort und r\u00e4ume den Palettenkasten aus. Hier hatte ich zahlreiche Pakete f\u00fcr sie dabei. Weiter gings dann in flimmernder Hitze \u00fcber die Karpaten zur moldawischen Grenze, die ich abends erreichte.<\/p>\n<p>[singlepic id=368 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;in der Schlange nach Moldawien.<\/em><\/p>\n<p>Ganz gem\u00e4chlich geht alles seinen Lauf. Doch der moldawische Z\u00f6llner ist neugierig. Im reicht die Ladeliste nicht aus, ich muss den Lkw r\u00f6ntgen lassen. Gut, wieder mindestens eine Stunde Besch\u00e4ftigung\u2026. Nachdem der Scanner \u00fcber den Lkw gefahren ist, braucht es normal ein paar Minuten, und man bekommt seine Papiere. Doch nicht so heute. Seit Jahren bin ich schon sehr neugierig, was die da wohl alles erkennen. Und heute ist der gro\u00dfe Tag! Die T\u00fcr geht auf, und ich soll reinkommen. Auf den Bildschirm erkennt man verschwommen v\u00f6llig undeutlich den Lkw und die Silhouetten der Ladung. Ich soll ihnen erkl\u00e4ren, was auf der Liste was im Lkw sein k\u00f6nnte\u2026 Ich muss fast loslachen, weil die Beamten das so v\u00f6llig ernst durchziehen und eigentlich gar nichts erkennen\u2026<\/p>\n<p>Morgens um drei bin ich dann mit der Grenze fertig und darf einreisen. Da man in Moldawien nicht so ohne weiteres \u00fcbernachten kann, muss ich noch die zwei Stunden bis Chi\u015fin\u0103u fahren, was ich nur sehr ungern mache. Aber im Morgengrauen komme ich dort sicher an und kann noch bis 7:00 Uhr schlafen, dann geht\u2019s es schon zum Zoll.<\/p>\n<p>[singlepic id=359 w=600 h=370 float=]<em> &#8230;unterwegs in Moldawien.<\/em><\/p>\n<p>Hier treffe ich einen anderen Hilfstransport von der Oase, die schon seit 1,5 Tagen dastehen. \u201eDas kann ja lustig werden\u2026.\u201c, denke ich. Doch am fr\u00fchen Nachmittag kommt Sergei zur\u00fcck und erkl\u00e4rt mir, dass jetzt noch Ladungskontrolle ist und dann sind wir fertig. Er wirkt etwas angespannt. Die Kontrolle verl\u00e4uft ganz gut, jede Z\u00f6llnerin findet etwas Passendes\u2026 Und schon sind mir fertig.<\/p>\n<p>Hinterher erz\u00e4hlt mir Sergei, dass heute alle Hilfstransporte ganz genau gepr\u00fcft werden sollen. Eigentlich war der Auftrag der Z\u00f6llner, alles komplett auszuladen. Denn wie es leider oft vorkommt, gibt es Firmen, die als Hilfsg\u00fcter getarnt irgendwelche Sachen einf\u00fchren.<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Abend, als es etwas k\u00fchler wird, laden wir den Lkw ab. Ganz easy mit Gabelstapler. Das ist das tolle an unserem Partner in Moldawien: Eine super Organisation. Zentral werden die Hilfstransporte in Chi\u015fin\u0103u verzollt und abgeladen. Dann werden die G\u00fcter im ganzen Land verteilt. An Suppenk\u00fcchen, Kinderheime, Altenheime und an die \u00c4rmsten der Armen.<\/p>\n<p>[singlepic id=370 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;beim Abladen.<\/em><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen mache ich mich auf die Heimreise und besuche unterwegs noch Viktor, einen beeindruckenden Mann, der sich v\u00f6llig f\u00fcr die Hilfe an Menschen in Not investiert. Hier ein <a title=\"Moldawien, Suppenk\u00fcchen\" href=\"https:\/\/www.dhhn.de\/projekte\/moldawien-suppenkuchen\/\">Bericht<\/a> von dem, was ich dort erlebt und gesehen habe.<\/p>\n<p>[singlepic id=354 w=600 h=240 float=]<em> &#8230;eine blinde Frau, die die uns\u00e4glichem Elend lebte.<\/em><\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag komme ich zur Grenze und erlebe endlich mal wieder eine tolle Abfertigung. Nach 80 Minuten bin ich wieder in der EU. In br\u00fctender Hitze geht es immer gen Westen. Ich treffe mich noch mit Bernd, um ein paar Details zum Hilfseinsatz n\u00e4chste Woche zu besprechen und weiter geht\u2019s. Ohne Stau und Probleme, daf\u00fcr mit dem niedrigsten je dagewesen Verbrauch komme ich nach ein paar Tagen wieder daheim an. Und das trotz extremer Hitze und Klimaanlage\u2026<\/p>\n<p>Weitere Bilder: [aio_button align=&#8221;none&#8221; animation=&#8221;none&#8221; color=&#8221;gray&#8221; size=&#8221;small&#8221; icon=&#8221;none&#8221; text=&#8221;Bilder&#8221; url=&#8221;https:\/\/www.dhhn.de\/blog\/bilder-videos\/bilder-vom-sommerhilfstransport-nach-moldawien\/&#8221;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hilfsg\u00fctertransport Moldawien Juli 2013 Hilfstransport nach Moldawien, ins Armenhaus Europas. Gemeinsam mit tausenden anderen Menschen dachte ich, besonders schlau zu sein und startete schon am Donnerstag, um nicht am Freitag oder Samstag in den Ferienstau zu kommen. Tja, nix war\u2019s\u2026 Stundenlang konnte ich mir die Autobahn mal ganz genau anschauen. 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