{"id":856,"date":"2013-11-21T14:15:26","date_gmt":"2013-11-21T14:15:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dhhn.de\/?p=856"},"modified":"2014-03-12T09:13:22","modified_gmt":"2014-03-12T09:13:22","slug":"ukraine-das-fuer-hilfsgueter-verschlossene-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dhhn.de\/en\/ukraine-das-fuer-hilfsgueter-verschlossene-land\/","title":{"rendered":"Ukraine, das f\u00fcr Hilfsg\u00fcter verschlossene Land"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem vergangen Jahr ist es sehr schwierig geworden, Hilfsg\u00fcter in der Ukraine durch den Zoll zu kriegen. Die neue Regierung ist Pro-russisch, ob es daran liegt? Unz\u00e4hlige Lkw-Ladungen mit Hilfsg\u00fctern von verschiedensten Organisationen warten in der ganzen Ukraine darauf, endlich freigegeben zu werden.<\/p>\n<p>Trotzdem haben wir wieder einen Hilfstransport in die Ukraine gestartet. Geladen haben wir Krankenhausbetten, Rollst\u00fchle und medizinische Hilfsmittel in Frankreich. Wegen der Zollproblematik diesmal keinerlei Lebensmittel, Kleidung oder \u00e4hnliches. Ziel ist ein staatliches Krankenhaus in Ternopil, das gut mit unserem Dorfkrankenhaus zusammenarbeitet.<\/p>\n<p>[singlepic id=545 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;unser Ziel in der Ukraine, das Krankenhaus von Ternopil<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Gemeinsam mit Florian, der mir f\u00fcr einen Monat hilft, machten wir uns auf die Reise. Zuerst beim Zollamt in Horb den Lkw verplomben, dann ab in den Osten. \u00dcber Dresden, Wroclaw und Radom kamen wir nach knapp drei Tagen an die gef\u00fcrchtete ukrainische Grenze. Am verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurzen R\u00fcckstau kann ich problemlos vorbeifahren, die Abfertigung auf polnischer Seite geht recht z\u00fcgig. Vor der ukrainischen Waage warten wir dann eine Stunde, dann Pass- und Papierkontrolle. Alles soweit ok. Nun hei\u00dft es Lkw parken und ins Zollgeb\u00e4ude, Stempel sammeln. Der Parkplatz ist erfreulich leer. Erste Station: SMAP. Strassenbeh\u00f6rde. Ja wo ist sie denn? An dem B\u00fcro, wo die entsprechenden Beamten immer sa\u00dfen, steht was anderes. Ich frage einen Fahrer, und erschlie\u00dfe aus seiner Antwort, dass es die nicht mehr gibt! Ja klasse! Was hab ich mit den Jungs schon Terz gehabt! Also geh ich zum Zoll, der verweist mich zur Spedition. Die beiden M\u00e4nner der Spedition machen in einer guten Stunde alle Papiere fertig und reichen sie beim Zoll ein. Und sage und schreibe vier! Stunden nach betreten der Grenze sind wir schon fertig! Das gab\u2019s schon lange nicht mehr! Ein gem\u00fctliches Abendessen im F\u00fchrerhaus und ein gute Nacht auf dem Parkplatz nach der Grenze folgte.<\/p>\n<p>[singlepic id=551 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;herrliche Strassen \ud83d\ude09<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>[singlepic id=555 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;beim Fliegerdenkmal<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es dann auf die ber\u00fchmt ber\u00fcchtigt \u00e4u\u00dferst schlechte Stra\u00dfe Lvov-Ternopil. Zum Teil wurden wir selbst mit Schrittgeschwindigkeit arg durchgesch\u00fcttelt. Am fr\u00fchen Nachmittag waren wir dann im Zoll von Ternopil, hier wurden die Papiere in Windeseile fertig gemacht. Und schon fuhren wir quer durch Ternopil ans st\u00e4dtische Krankenhaus. Im engen Hof musste ich ganz sch\u00f6n rangieren. Als dann noch eine Leiche vorbeigeschoben wurde, dachte ich, jetzt ist alles zu sp\u00e4t\u2026<\/p>\n<p>[singlepic id=543 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;im Krankenhaushof<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Bei Abladen packten 20 Mann mit an, w\u00e4hrenddessen wurde uns ukrainisches Krankenhausessen gereicht. Der Blick in die K\u00fcche schockierte uns, ich wollte gar nicht mehr von dem Krankenhaus sehen. Und mich vor allem mit nichts anstecken\u2026<\/p>\n<p>[singlepic id=534 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;die K\u00f6chin in Aktion<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Abend war der Lkw leer, das Lager voll und die Verantwortlichen bedankten sich bei uns von Herzen f\u00fcr die Betten und all die anderen wertvollen Dinge.<\/p>\n<p>[singlepic id=538 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;beim Abladen<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Auf der Heimreise machten wir noch einen kurzen Besuch im Jugendhaus in Uschgorod. Am Samstag dann \u00fcber eine recht leere Grenze. Auch hier wurde wieder alles neu organisiert, man kann sogar sagen, verbessert! Ich muss jetzt zum Beispiel nicht mehr f\u00fcr meine nicht vorhandene Ladung (der Lkw ist ja leer) Stempel beim Vito- und Veterin\u00e4rdoktor, und auch nicht mehr bei der Radiologie holen. Nur noch Waage, Papierkontrolle, Ladungskontrolle, Zoll, Pass. Fertig!<\/p>\n<p>\u00dcber Ungarn und \u00d6sterreich kamen wir dann am Montagabend wieder wohlbehalten daheim an.<\/p>\n<p>Viele weitere Bilder: [aio_button align=&#8221;none&#8221; animation=&#8221;none&#8221; color=&#8221;gray&#8221; size=&#8221;small&#8221; icon=&#8221;none&#8221; text=&#8221;Bilder&#8221; relationship=&#8221;dofollow&#8221; url=&#8221;https:\/\/www.dhhn.de\/blog\/bilder-videos\/bilder-vom-hilfstransport-in-die-ukraine-112013\/&#8221;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem vergangen Jahr ist es sehr schwierig geworden, Hilfsg\u00fcter in der Ukraine durch den Zoll zu kriegen. 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