{"id":889,"date":"2013-12-19T13:41:14","date_gmt":"2013-12-19T13:41:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dhhn.de\/?p=889"},"modified":"2014-03-12T09:13:35","modified_gmt":"2014-03-12T09:13:35","slug":"bin-ich-denn-der-weihnachtsmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dhhn.de\/en\/bin-ich-denn-der-weihnachtsmann\/","title":{"rendered":"Bin ich denn der Weihnachtsmann?"},"content":{"rendered":"<p>[singlepic id=610 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;unterwegs in Ungarn, kurz vor der rum\u00e4nischen Grenze<\/em><\/p>\n<p>Beim letzten Hilfstransport des Jahres kam ich mir vor wie der Weihnachtsmann: Hinter mir im Lkw waren mehrere Tausend Geschenkpakete der Aktion \u201eStrahlende Augen\u201c. Ziel war Rum\u00e4nien, an insgesamt sieben Abladestellen verteilte ich die Ladung.<\/p>\n<p>Bei recht gutem Wetter kam ich in zwei Tagen nach Rum\u00e4nien. Unterwegs lag ab und zu Schnee, aber die Stra\u00dfen waren frei. Erste Abladestelle: Eine Zigeunergemeinde in Arad. Hier kommt Ende Dezember eine gro\u00dfe Gruppe Pfadfinder aus Deutschland und verteilt die Pakete in den Armenvierteln. Weiter gings am gleichen Tag zur Suppenk\u00fcche in Calan. In der Dunkelheit luden wir noch ab. Die Arme wurden immer schwerer, doch die Mundwinkel gingen immer weiter nach oben.<\/p>\n<p>[singlepic id=604 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;beim Abladen f\u00fcr die Suppenk\u00fcche Calan<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Abends telefonierte ich mit Roland, einem befreundeten Fernfahrer. Er berichtete mir, dass auf der Strecke nach Sibiu demonstriert w\u00fcrde. Im Januar will Rum\u00e4nien die Treibstoffpreise um 7 Cent pro Liter erh\u00f6hen. Dann w\u00e4re der Diesel teurer als bei uns! Die armen Menschen\u2026 Lkw-Fahrer protestierten und legten den Verkehr lahm. Roland brauchte f\u00fcr 20km f\u00fcnf Stunden.<\/p>\n<p>Deshalb fuhr ich am n\u00e4chsten Morgen einen Umweg \u00fcber Petrosani. Landschaftlich sehr sch\u00f6n, das Schilt-Tal f\u00fchrt in engen Windungen durch die Karpaten in den S\u00fcden. \u00dcbrigens, mein erster eigener Hilfstransport f\u00fchrte mich vor ca. 20 Jahren nach Petrosani. Da kamen viele Erinnerungen hoch.<\/p>\n<p>[singlepic id=602 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;Petrosani<\/em><\/p>\n<p>[singlepic id=593 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;herrliche Berge!<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Gegen Abend erreichte ich die n\u00e4chste Stelle in der N\u00e4he von Pite\u015fti. Hier wurde mit vereinten Kr\u00e4ften abgeladen, direkt in Transporter. Die Ladung wurde auf drei Orte aufgeteilt, auch hier wird ein Einsatz stattfinden. Ich fuhr dann noch ein St\u00fcck und \u00fcbernachtete bei \u201eHans\u201c. Fr\u00fcher, als noch viele deutsche, \u00f6sterreichische und holl\u00e4ndische Lkw-Fahrer unterwegs waren, war das der Treffpunkt. Heute bin ich meist der einzige \u201eWessi\u201c.<\/p>\n<p>[singlepic id=585 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;abendliches Abladen bei Pitesti<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>N\u00e4chstes Ziel unser Verteilzentrum in Burgberg. Auch hier war die Freude \u00fcber die G\u00fcter wieder gro\u00df. Noch w\u00e4hrend ich da war kamen die Menschen und baten um Unterst\u00fctzung. Ich bin froh, dass Susanne und Tenni das Lager so gut verwalten und den \u00dcberblick haben, wer wirklich Hilfe braucht und wer nur bettelt.<\/p>\n<p>[singlepic id=580 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;in Burgberg<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Am Abend kam ich noch zu unserem Kinderheim in Bazna. Hier gibt es gute Nachrichten! George hat nochmal geheiratet! Seine Frau, Luminitza, kommt sehr gut mit den Kindern klar, spricht auch Englisch und ist sehr fr\u00f6hlich. Ich habe mich sehr f\u00fcr George gefreut, denn nach dem Tod seiner ersten Frau war es f\u00fcr Ihn sehr schwer.<\/p>\n<p>[singlepic id=579 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;Familie Boancas in Bazna<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Weiter gings nach Cluj, hier war sogar ein Gabelstapler zum Abladen da, so war der Anh\u00e4nger ruck zuck leer. Auch hier wird eine Pfadfindergruppe aus Deutschland die Pakete verteilen. Letztes Ziel war dann Baia Mare. Hier hatte es viel Schnee. So mussten wir am Stra\u00dfenrand in einen Sprinter umladen und die G\u00fcter damit in den Lagerraum bringen. Hier unterst\u00fctzen wir auch eine Suppenk\u00fcche f\u00fcr arme Kinder.<\/p>\n<p>[singlepic id=573 w=600 h=240 float=] <em>&#8230;letzte Station: Baia Mare<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Auf freien Stra\u00dfen kam ich dann ohne Zwischenfall wieder wohlbehalten zu Hause an. \u00dcberall erlebte ich Freude und Dankbarkeit. Tausende Kinder d\u00fcrfen sich jetzt auf ein Weihnachtsfest mit einem Geschenk freuen. F\u00fcr viele das erste Weihnachten mit Geschenk! Und gleichzeitig konnte ich die verschiedenen Stationen mit Lebensmitteln versorgen, so haben die Suppenk\u00fcchen usw. auch wieder einen Vorrat.<\/p>\n<p>Herzlichen Dank f\u00fcr alle Unterst\u00fctzung bei unserer Arbeit!<\/p>\n<p>Viele weitere Bilder: [aio_button align=&#8221;none&#8221; animation=&#8221;none&#8221; color=&#8221;gray&#8221; size=&#8221;small&#8221; icon=&#8221;none&#8221; text=&#8221;weitere Bilder&#8221; relationship=&#8221;dofollow&#8221; url=&#8221;https:\/\/www.dhhn.de\/bilder-vom-winterhilfstransport-rumaenien\/&#8221;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[singlepic id=610 w=600 h=240 float=] &#8230;unterwegs in Ungarn, kurz vor der rum\u00e4nischen Grenze Beim letzten Hilfstransport des Jahres kam ich mir vor wie der Weihnachtsmann: Hinter mir im Lkw waren mehrere Tausend Geschenkpakete der Aktion \u201eStrahlende Augen\u201c. 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