Wenn einem beim Aussteigen 27 Grad angenehm kühl vorkommen, dann weiß man, dann es heute mit 36 Grad deutlich wärmer war. Die Lkw und vor allem die Reifen haben gehalten, wie gut!
Nun übernachten wir 10km vor der ukrainischen Grenze auf “unserem” bewährten Parkplatz, morgen früh um 8 Uhr geht’s in die Ukraine.

Ein guter Tag liegt fast hinter uns: Heute morgen sind wir, die Lkw doppelt geröntgt, etwas zäh in die Ukraine eingereist. Am Jugendhaus wurden die Hilfsgüter mit großer Freude und Elan abgeladen.
Die Ausreise ist wieder zäh, dass Zeitfenster verschob sich immer weiter, aber nun sind wir im Niemandsland auf der Theis-Brücke und optimistisch, bald in Ungarn zu sein.

Welch ein wunderschöner Sommertag! In Ungarn unzählige Felder voller blühender Sonnenblumen, so schön! Heute den Temperaturrekord der Tour gebrochen, 37 Grad. Also quasi außerhalb wie innerhalb von uns gleich warm.
Nun machen wir in Österreich Feierabend.

Nun sind wir alle wieder dankbar und wohlbehalten daheim angekommen.
Herzlichen Dank an jeden, der mit seiner Spende auch diesen Transport ermöglicht hat!
Ein schönes Wochenende wünschen wir!


Nach einer guten Nacht auf dem Rastplatz in St. Pölten in Österreich starteten Dominik und Isabell weiter in Richtung Ungarn. Heute gerieten sie in einige Staus wegen brennender Lkw. Dadurch kamen sie etwas langsamer voran und entschieden sich dafür, erst morgen früh über die Grenze in die Ukraine zu fahren und noch in Ungarn die Nacht zu verbringen.

Dominik und Isabell starteten heute wieder einen Hilfstransport in die Ukraine. Bis nach Ulm fuhr Isabell mit dem Sprinter Dominik hinterher, der den mit Hilfsgütern vollbeladenen LKW fuhr. Bei der Werkstatt stellten sie den Sprinter ab, der dort einen Kundendienst bekommet. Nun befinden sie sich schon in Österreich und wollen zum Übernachten noch St. Pölten erreichen.

Am Montag starte ich den nächsten Hilfstransport nach Albanien. Da gibt es einiges vorzubereiten, unter anderem darf ich ganz klassisch mit Durchschreibpapier die vielen Seiten des Carnet-TIRs ausfüllen. Ein besonderes Zollverfahren, dass den Transit durch Nicht-EU-Länder erheblich vereinfacht. Aber wir wären ja nicht wir, wenn man das ganze nicht auch zusätzlich am Computer ausfüllen müsste… 😉

Heute Vormittag war ich sehr lange beim deutschen Zoll, bis der Lkw endlich verplombt war. Grund: unter anderem eine Änderung der Warennummer für Hilfsgüter, die jedoch im System nicht überall funktioniert…
Durch viel Regen bin ich nun in Österreich angekommen und mache Feierabend. Am Berg wird der Lkw etwas heiß, da muß ich langsam machen…

Heute morgen startete ich bei 2 Grad in Österreich von der Tauernalm. Nach dem Karawankentunnel hatte es in Slowenien dann 11 Grad, in Zagreb in Kroatien dann 12. Nach dem Velebit-Gebirge nun tatsächlich 18 Grad, aber der Regen, der mich den ganzen Tag begleitete und den ich vor einer Stunde abschütteln konnte, holt mich wieder ein.
Aber ich werde hier auf dem Rasthof eine sichere Nacht haben, es bewachen mich mindestens 9 Katzen!

Gestern Mittag kam ich an die Grenze von Kroatien nach Montenegro. Und es gab eine lange Wartezeit, warum auch immer!
Doch beim montenigrinischen Zoll merkte ich wieder, dass ich auf dem Balkan bin: Der Zöllner fragte mich, wie er die Papiere machen solle und bot mir von seinen Pralinen an. Einfach menschlich. Das gibt es im Osten kaum.

Heute dann ohne Probleme und mit einem netten Gespräch mit dem Zöllner über den Klavierlehrer in Ludwigsburg, der sein Freund ist, die albanische Grenze überquert.
Nun bin ich auf dem Zollhof in Tirana, habe geduscht und hoffe, dass morgen alles fix klappt und die Hilfsgüter bald an die Menschen in Not verteilt werden können.