Nun bin ich wieder, mit frisch gewaschenem Lkw, in Ungarn. Gestern Abend war die Schlange an der Grenze gar nicht so lang. Vielleicht das letzte Mal mit Schlange? Ab Januar sollen Rumänien und Bulgarien ja vollständige Mitglieder im Schengen-Raum sein. Nach einer ruhigen Nacht am Hidi Csarda gehts nun weiter in Richtung Westen.

Heute starteten Dominik und Isabell den nächsten Hilfstransport voller Geschenkpakete und anderer Hilfsgüter in die Ukraine. Ihr erster Stopp war bei der Werkstatt in Ulm. Das hatte eine Weile gedauert. Als aber alles Nötige erledigt war, fuhren sie von dort um 15 Uhr los Richtung München.

Gestern habe ich meine vorgeschriebenen 24h Pause gemacht und mit Freunden zusammen den Weihnachtsmarkt in Sibiu besucht. Abends dann noch den Film vom vergangenen Transport fertig geschnitten, als plötzlich die Batterie des Lkw leer war. Im Dunkeln bin ich dann ins Bett und überlegte mir, daß ich am nächsten Morgen in Eiseskälte aufstehen muss und einen Lkw zum überbrücken anhalten muss.
Trotzdem schlief ich recht gut unter meinem warmen Federbett bis mich gegen 3 Uhr ungewöhnliche Geräusche weckten. Klappern von Tank.
Also raus aus dem warmen Bett, Tür ein bisschen auf und rausgeleuchtet. Mei, konnten die rennen! Viel Diesel haben sie nicht geklaut.
Heute morgen hatte sich die Batterie wieder so weit erholt, dass der Motor auf den letzten Muckser ansprang. Jetzt ist es wieder schön warm und weiter geht’s.





