Heute morgen bin ich bei schönstem Wetter und 23 Grad ganz im Süden von Kroatien gestartet. Über die neue Brücke bei Neum und dann auf die Autobahn. Nach einer Stunde war die Autobahn wegen Baustelle gesperrt und alle mussten einer Umleitung folgen, die allerdings für Lkw über 7,5t gesperrt war. Und die andere Möglichkeit war sehr viel weiter – und ich der einzige Lkw, der sich an die Regeln gehalten hat. Am Ende war ich so weit von der Autobahn weg, dass die Straße Nr. 1 nach Zagreb kürzer war. Wunderschön, aber auch eng und kurvig. Nun habe ich hoch oben im Velebit Gebirge Feierabend, gerade hat es geschneit…

Nach 24h Zwangspause wegen der Lenk- und Ruhezeitregeln gings heute wieder weiter. An den Grenzen keine ernsthaften Probleme, und nun bin ich wieder in Kroatien, habe Feierabend und genieße den schönen Sonnenuntergang. Heute war das Wetter sehr schön, aber morgen früh soll Gewitter kommen und ich fahre nach Norden in den Regen und die Kälte.

Ein erfolgreicher Tag liegt hinter mir: Ibrahim, der Broker, hat meine Papiere perfekt vorbereitet und hat auch, den oft schwierigen, Gang zum Doktor für die Lebensmittel für mich erledigt. Als dann der Grenzzoll fertig war, gings Vollgas zum Zollamt Tirana, die Freitags nicht so lange arbeiten. Aber ich kam noch rechtzeitig und die Ladung wurde vom Zoll freigegeben.
Weiter gings nach Pogradec. Hier hat unser Partner nun ein wunderschönes, sauberes, helles und trockenes Lager mieten können (das vorige war ein ehemaliges Kühllager von Enver Hodscha). Mit vereinten Kräften war der Lkw innerhalb weniger Stunden bei strömenden Regen abgeladen, doch rückwärts eine lange enge Gasse bei Dunkelheit und Regen mit Büschen, die die Spiegel verdecken, wieder rauszufahren war eine echte Herausforderung. Die Dankbarkeit für die Hilfsgüter, die in den nächsten Wochen verteilt werden, war wieder groß.




