Archiv für das Monat: April, 2025
Am Montag starte ich den nächsten Hilfstransport nach Albanien. Da gibt es einiges vorzubereiten, unter anderem darf ich ganz klassisch mit Durchschreibpapier die vielen Seiten des Carnet-TIRs ausfüllen. Ein besonderes Zollverfahren, dass den Transit durch Nicht-EU-Länder erheblich vereinfacht. Aber wir wären ja nicht wir, wenn man das ganze nicht auch zusätzlich am Computer ausfüllen müsste… 😉

Trotz des späten Starts gestern bin ich noch bis Österreich gekommen. Hier gibt es einiges zu tun: die neue Gobox für die Mautabrechnung wurde mir gestern Abend falsch eingestellt, muss ich jetzt nochmals korrigieren lassen. Gerade sitze ich bei einer Werkstatt und warte, bis die Umweltplakette für Österreich für mich ausgestellt wird. Gestern hatte ich echtes Aprilwetter: Regen, Schneesturm und Sonne.

Nun bin ich schon in Bulgarien. Welch krasse Veränderung: Sowohl die Grenze Ungarn – Rumänien als auch Rumänien – Bulgarien kann ich jetzt ohne jegliche Wartezeit überqueren – Schengen sei Dank!
Was habe ich an diesen Grenzen Tage, Wochen, wahrscheinlich sogar Monate meines Lebens mit Warten verbracht. Irgendwie unglaublich alles! Früher noch richtig Zoll gemacht und oftmals Blut und Wasser geschwitzt, dann kam die EU-Erweiterung und man musste nur noch die Passkontrolle machen – und trotzdem stundenlang warten.
Die Fahrt war heute wunderschön, ganz Rumänien blüht!

Heute gings durchs schöne Bulgarien mit den katastrophalen Straßen. Eine Umleitung folgt der nächsten… Und man hat den Eindruck, dass die Zwangspause an der Grenze den anderen Fahreren fehlt: Ich habe noch nie so viele schwere Unfallspuren von Lkw, die die Böschung runter sind, gesehen.
Ich bin dankbar für eine bewahrte Fahrt und werde morgen am Ziel ankommen, Samstag wird der Lkw dann abgeladen.

Nun bin ich gut angekommen. Der Lkw steht bereit zum Abladen, ab um 14 Uhr lläuft meine vorgeschriebene 24h Pause. Am Nachmittag eine schöne Wanderung durch die Umgebung von Gabrovo gemacht, das Planetarium, einen stillgelegten Zoo und Motocross Fahrer gesehen. Jetzt gibt’s Abendessen und morgen Vormittag laden wir die Hilfsgüter ab.

Heute morgen haben wir den Lkw recht schnell abgeladen. Die Freude über die Hilfsgüter ist sehr groß, denn seit dem Krieg in der Ukraine geht das meiste dort hin.
Am frühen Nachmittag war dann auch meine Zwangspause zu Ende und ich durfte mich auf den Heimweg machen. Die wahrscheinlich schönste Stadt in Bulgarien, Velico Tarnovo, ehemalige Hauptstadt des bulgarischen Reichs, unterquerte ich durch den Tunnel. Die Grenze nach Rumänien ging ruckzuck!

Gestern Abend bin ich noch bis an den Rand der Karpaten gefahren, die ich dann heute bei Neuschnee und weiter oben sogar geräumter Straße überquert habe. An einer Quelle noch meine Wasserflaschen aufgefüllt und dann habe ich mich mit lieben Freunden in Brasov zum Mittagessen getroffen und einen schönen Nachmittag verbracht. Nun bin ich noch etwas gefahren und übernachte am Ende des Pădurea Bogății, des „Waldes des Reichtums“.

Heute hatte ich eine wunderschöne Fahrt durch Rumänien, besonders in Siebenbürgen die ganzen Kirchenburgen und Burgen sind einfach so schön, und immer mehr sind renoviert.
Nun bin ich schon wieder in Ungarn, für die Grenze ganze 5 Minuten gebraucht. Neue Zeiten, ich kann es noch gar nicht ganz glauben…

Nun bin ich schon wieder in Österreich! Es wird langsam wieder wärmer! Die Fahrt heute war schön, in Ungarn konnte ich einen mehrere Stunden dauernden Stau gerade noch auf halblegalen Straßen umfahren, wie gut! So reicht mir die Fahrzeit morgen bis nach Hause.

DHHN
Deutsche Humanitäre Hilfe
Nagold e.V.
Auf der Härte 1
72213 Altensteig
Deutschland
Tel. 07453-930822
Fax. 07453-930823











