Das war’s! Ein letztes Mal die Tachoscheibe ausgefüllt, der neue Lkw hat einen digitalen Tacho. Die letzte Fahrt mit dem schönen und wohlklingenden V8. Ich bin dankbar für 14 Jahre, in denen ich mit lediglich zwei Pannen unterwegs unzähligen Menschen Hilfsgüter bringen durfte.
Nun bin ich wieder aus der Ukraine daheim angekommen.

Und wieder ging es heute für Dominik und Isabell los in Richtung Ukraine. Ein Hilfstransport voll beladen mit Lebensmitteln, Haushaltswaren, Holzöfen, Kleidung, Schuhen und Bettdecken. Sie kommen gut voran und das Ziel für heute Abend ist St. Pölten in Österreich, vielleicht aber sogar noch ein Bisschen weiter.

Gestern Abend sind Dominik und Isabell noch bis St. Pölten gekommen. Dort haben sie übernachtet und starteten bei nebligem Wetter weiter in Richtung Ungarn. Nach gutem Vorankommen erreichten sie 16:45 Uhr deutscher Zeit die sonnige Grenze in die Ukraine.

Der Lkw hängt an der Grenze fest. Laut der ukrainischen Waage hat der Lkw 1,5 Tonnen zu viel geladen. Deshalb kann er nicht abgefertigt werden. Es war schon oft so, dass das gemessene Gewicht zwischen der ungarischen zur ukrainischen Seite variiert hat. Bisher war das kein größeres Problem. Es ist nicht immer einfach, das Gewicht der Ladung bei uns im Lager genau festzustellen, da können schon Fehler passieren.
Der Zoll lässt den Lkw so nicht durch, Dominik und Isabell konnten über die Grenze laufen und wurden von Slavik abgeholt.
Nun hat Julian die neuen Papiere erstellt und wir sind gespannt, wie es heute klappt.

Gestern konnte ich den neuen Lkw zulassen und in Ulm abholen. Er fährt sich schön, ist innen deutlich leiser, nichts klappert. Und besonders toll finde ich den Abstandstempomat, der die Geschwindigkeit automatisch an den Vordermann anpasst. Heute das erste mal den Container drauf gemacht, alles passt soweit! Wenn es wärmer wird, beschriften wir ihn noch.

Heute morgen haben Dominik und Isabell die nötigen neuen Papiere von Julian zugeschickt bekommen. Nach vielem hin und herschicken der Papiere und einigem organisieren  von Slavik, konnten sie dann Nachmittags zur Grenze fahren und mit dem LKW einreisen.

Beim Jugendhaus und an einer anderen Stelle wurden dann mit fleißigen Helfern alle Hilfsgüter abgeladen. Wir sind froh dass es jetzt geklappt hat und dass die Hilfe ankommen konnte. Heute Abend machen sie sich auf den Heimweg und hoffen, dass an der Grenze alles schnell abgewickelt wird und sie in Ungarn übernachten können.

Nach einem langen Tag voller Herausforderungen mit der Grenze hatte es endlich geklappt, der Lkw durfte in die Ukraine und die Hilfsgüter wurden schnell und voller Freude abgeladen. Nach einem feinen Essen im Jugendhaus gings gleich auf die Rückreise: Zum Glück gibt es in der Grenzapp nun eine extra “Leerspur”, und so konntenDominik und Isabell direkt zur Grenze. Trotzdem zog es sich – erst nach Mitternacht waren sie in Ungarn und übernachteten direkt in Zahony an der Mol.

Dankbar, dass die Hilfe angekommen ist, ging es für Dominik und Isabell nach dem Frühstück am nächsten Tag weiter in Richtung Heimat. Den ganzen Tag über fuhren sie Kilometer für Kilometer durch Ungarn. Heute Abend wollen sie nich in Ungarn zu Abend essen und danach noch nach Österreich fahren.


Nach einer Nacht in Österreich umgeben von brummenden Kühl-Lkw ging es am letzten Tag dieses Hilfstransportes für Dominik und Isabell weiter in Richtung Heimat. Über Wien, Linz und Salzburg und in Deutschland über München, Ulm und Stuttgart kamen sie in Spielberg dankbar für diesen Hilftransport an. Er war zwar herausfordernd, hat viele Menschen freuen sich über die Hilfe.

Gleich starte ich den ersten Hilfstransport mit dem neuen Lkw. Ziel ist unsere Kleiderkammer im Bulgarien. Noch inkognito…