…Übernachtung bei „Hans“

Der erste Hilfsgütertransport des Jahres, und doch ganz anders. Bei schönem, mildem Wetter mache ich mich auf die lange Reise zum Balkangebirge. Der Lkw und Anhänger sind vollbeladen mit Hilfsgütern für die Kleiderkammer in Gabrovo. Über München und Passau komme ich gut nach Österreich, hier übernachte ich das erste mal kurz vor St. Pölten. Am nächsten Tag geht es bei beinahe frühlingshaften Temperaturen an Wien und Budapest vorbei bis über die rumänische Grenze. Hier muss ich zwar eine Weile warten, aber die Kontrolle ist für mich dann recht human. Quer durch Rumänien arbeite ich mich vorwärts, heute komme ich bis zu dem berühmten Rasthof „Hans“. Früher, als hier noch deutsche Lkw-Fahrer unterwegs waren, war „Hans“ der Treffpunkt schlecht hin.

Am Donnerstag komme ich dann problemlos über die bulgarische Grenze, sogar die Brückengebühr für die „Brücke der Freundschaft“ über die Donau wurde mir erlassen. Am frühen Abend besuche ich noch Mirjam und Peter. Sie erzählen mir von ihrem Projekt „Winterhilfe“. Sie nehmen im Gemeindehaus Obdachlose auf, die sonst keine Bleibe haben. Die Stadtverwaltung ist ihnen für diesen Dienst von Herzen dankbar. Denn sie sind die einzige Anlaufstelle für solche Menschen in Not. Die Schicksale dieser Menschen sind schockierend.

…dichter Nebel in Bulgarien erschwert die Fahrt.

Bei extrem dichten Nebel komme ich dann spät abends bei der Kleiderkammer an. Am nächsten Tag packen alle beim Abladen mit an. Die Kleiderkammer ist quasi leer, und so sind sie über den Nachschub von Herzen dankbar. Denn auch in Bulgarien war der Winter noch nicht da. Und sobald es kalt wird, kommen die Menschen in Scharen und brauchen warme Kleidung…

Am gleichen Tag mache ich mich auf die Rückreise, komme wieder in dichten Nebel und darf die Grenze mal wieder ganz gemütlich „genießen“. Stundenlang stehe ich im Stau, es geht nur langsam vorwärts. Der Grund? Gute Frage, man könnte es vielleicht Bummelstreik der Beamten nennen.

…herrrliche Landschaften in Rumänien

Quer durch Rumänien und Ungarn komme ich dann Sonntag Abend wieder nach Österreich. Prompt komme ich bei Ansfelden in eine Lkw-kontrolle. Denn Lkw dürfen Sonntags nicht fahren. Aber das ist kein Problem, denn Hilfstransporte sind vom Fahrverbot ausgenommen. Ich übernachte bei St. Valentin. Während ich tief und fest im Fahrerhaus Schlafe, knacken Diebe den Tankdeckel und zapfen mir Diesel ab. Ungefähr 80 bis 100 Liter. Ich hab nachts nichts bemerkt, erst am Morgen bei der Abfahrtskontrolle.

Auf der weiteren Heimreise mache ich mir viele Gedanken, wie ich das verhindern kann. Aber im Endeffekt kann ich nicht viel mehr tun. Ich tanke immer schon nur morgens, mache ich ein dickes Schloss an den Tank, dann hauen sie mir ein Loch in den Tank und der Schaden ist noch größer. Vielleicht beorge ich mir irgendwo Aufkleber „Biodiesel“, aber ob das hilft?

Auf jeden Fall bin ich dankbar, denn das letzte mal, dass DHHN Diesel geklaut wurde, war vor wir über 10 Jahren.

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