Nun waren wir mit 21 jungen Leuten für zwei Wochen unterwegs in Rumänien, um den Menschen dort Hilfe zu bringen, unsere eigenen Grenzen kennenzulernen und um neu dankbar zu werden, in welchem Wohlstand wir hier im Westen leben dürfen.

Zuerst besuchten wir verschiedene  Projekte von DHHN, bei denen wir auch jeweils Hilfsgüter  vom Lkw abluden. Das war für manche eine ganz neue und schweißtreibende Erfahrung. Doch es war für das Team sehr interessant, die verschiedenen Projekte zu sehen und die Menschen kennenzulernen, die sich mit ganzer Kraft für die Hilfe an Menschen in Not einsetzen. Sei es die Suppenküche in Calan, unser Verteilzentrum in Vurpar oder das Kinderheim in Bazna: Überall nehmen Menschen sich selbst zurück, um anderen zu dienen. Ein großartiges Vorbild!

Danach ging es dann zu Bernd und Fränzi nach Bozed. Die beiden starten dort gerade ein landwirtschaftliches Projekt, Hilfe zur Selbsthilfe. Sie möchten Menschen, die aus welchem Grund auch immer, ihr Leben nicht im Griff haben, Hilfestellung geben und ihnen zeigen, wie man sich ernähren kann.

Bernd und Fränzi leben dort sehr einfach, und wir konnten auch ihnen persönlich ein besonderes „Geschenk“ machen. Ein paar Jungs aus dem Team bauten ein richtig tolles neues Plumpsklo. Das wird wohl der neue Standard in Rumänien! J

Hauptsächlich halfen wir jedoch Bernd beim Aufbau der Landwirtschaft. Zum einen machten wir Land urbar: Was früher eine saftige Wiese war, war total von Schwarzdorn, wilden Rosen und Akazien überwuchert. Bei 40 Grad war ein Teil des Teams tagelang damit beschäftigt, dieses Gestrüpp zu roden und auf großen Haufen aufzuschichten. Eine kratzige Angelegenheit, die ihre Spuren auf Armen und Beinen hinterließ.

Ein weiteres großes Projekt war die Aronia-Plantage: hier halfen wir beim Hacken, Mulchen, Mähen und Gießen. Am letzten Tag konnten wir dann auch den Zaun, der die Plantage vor Hirschen und Rehen schützen soll, fast fertig stellen. Durch die Trockenheit war der Boden hart wie Beton, so konnten wir nur Zentimeterweise bohren und mussten dann immer wieder wässern, damit der Boden sich aufweicht.

Doch wir halfen nicht nur praktisch: Jeden Morgen machte ein Teil der Gruppe ein Kinderprogramm: Für die Kinder war das das Highlight der Ferien, sie waren total begeistert und viele kamen dann nachmittags, um uns bei der Arbeit zu helfen.

Es war für uns alle ein sehr beeindruckender Einsatz: Zu erleben, wie man wegen der Monate langen Trockenheit Wasser sparen muss. (der Brunnen hatte am letzten Tag nur noch 30cm Wasser). Zu sehen, wie einfach Bernd und Fränzi leben und was sie auf sich nehmen, um den Menschen in Rumänien zu helfen und noch vieles mehr hat uns beeindruckt.

Wir sind dankbar für einen tollen Einsatz, für Bewahrung und eine sichere Fahrt auf den chaotischen Straßen und für die gute Gemeinschaft im Team.

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