Vor Weihnachten ging es nochmal rund: Am Freitag war ich mit dem Lkw beim Zoll, dort wurden die Container verplombt und die Papiere fertig gemacht. (Montag ist Heilig Abend, Mittwoch ist die Abfahrt in die Ukraine geplant)

Samstags am späten Vormittag wollte ich den Lkw putzen, da stelle ich fest, dass er Kühlwasser verliert. Nicht nur tröpfchenweise, sondern in einem dünnen Strahl.

Hier die Chronologie:

11:50 Uhr:           Ich bemerke den Kühlwasserverlust und lokalisiere ihn. Es ist die Kühlwasserleitung zum Retarder. (ca. 1,60m lange Stahlleitung mit 5cm Durchmesser)

11:55 Uhr:           Ich fahre mit dem Auto heim und telefoniere mit Mercedes in Nagold. Ich fürchte, dass sie nur bis 12:00 offen haben. Sie haben dort das Teil nicht da, können es vor Weihnachten auch nicht besorgen, da sie am Montag zu haben. Ich könnte vorbeikommen, aber sie werden mir wohl nicht helfen können.

12:10 Uhr:           Telefonat mir Matthias. Mechaniker bei Mercedes Ulm. Er ist optimistisch, dass wir das schon hinkriegen.

12:20 Uhr:           Rückruf von Matthias, dass sie wieder erwarten das Teil auch nicht im Lager haben

12:25 Uhr:           Telefonat Mercedes Freudenstadt: Sie haben das Teil auch nicht. Es gäbe jedoch die Möglichkeit, es mit dem Taxi im Zentrallager in Reutlingen holen zu lassen. Das wäre jedoch recht teuer.

12:30 Uhr:           Rückruf Matthias: Mercedes in Schwäbisch Gmünd hat das Teil, er probiert herauszufinden, wie wir es bekommen.

12:40 Uhr:           Anruf bei Günther, ob er bei seinen Bekannten fragen kann, ob wir irgendwo in eine Werkstatt mit Grube können.

12:50 Uhr:           Rückruf Matthias: Wir können das Teil aus Schwäbisch Gmünd bekommen, Abrechnung funktioniert, müssen es allerdings bis 14:00 abholen.

12:55 Uhr:           Ich telefoniere sämtliche Freunde und Bekannte durch, die dort vielleicht jemanden kennen.

13:05 Uhr:           Der Freund meiner Schwester kann das Teil holen.

13:15 Uhr:           Rückruf Günther: In der Werkstatt, wo wir normal sind, ist Weihnachtsfeier.

13:20 Uhr:           Telefonat Matthias: Abholung des Teils funktioniert. Er besorgt bei sich die restlichen Teile, wenn ich eine Werkstatt finde.

13:25 Uhr:           Günther bekommt die Zusage, dass wir trotz Weihnachtsfeier in die Werkstatt dürfen.

13:40 Uhr:           Telefonat Matthias: Sobald er Feierabend hat, kommt er mit den restlichen Teilen zu uns in den Schwarzwald. Unterwegs trifft er an einer Autobahnabfahrt meine Schwester und ihren Freund, und übernimmt das lange Rohr.

16:30 Uhr:           Ich fahre mit dem Lkw los die 7 Kilometer nach Rohrdorf. Trotz Wasser nachfüllen piepst die ganze Zeit die Warnsirene

16:55 Uhr:           Matthias, Günther und ich sind in der Werkstatt unter dem Lkw und schrauben.

17:50 Uhr:           Erste Gäste der Weihnachtsfeier kommen. Sie ist in der Werkstatt, direkt neben unserer „Baustelle“. Dafür ist es richtig schön warm bei uns. Ein ganz herzliches Dankeschön an die Spedition Kübler!

18:40 Uhr:           Alles wieder montiert, Kühlwasser wieder einfüllen. Probefahrt. Tip Top!

 

Ein ganz großes Dankeschön an jeden, der mit seinem hohen persönlichen Einsatz diese Aktion möglich gemacht hat! Ohne Euch könnten wir niemandem Hilfe bringen!

(Leider hab ich ganz vergessen, Bilder zu machen)