Heute morgen bin ich zum ersten Hilfstransport des neuen Jahres nach Chisinau aufgebrochen. Es lief sehr gut, 670km in 8h45min.
Gerade bin ich am Rasthof St. Pölten angekommen, heute Nacht soll es -20 Grad geben. Wie gut, dass der Lkw eine Standheizung hat und das wir gestern noch die Batterien des Lkws erneuert haben (Kosten 2×300€), dann springt er morgen früh hoffentlich zuverlässig an.

Nach der kalten Nacht sprang der Lkw problemlos an. Die Sonne kam heraus und bei eisigen Temperaturen ging’s immer weiter gen Osten. Bei Wien kaum noch Schnee, ab Budapest wieder deutlich mehr. Nun habe ich Feierabend am legendären Hidi Csarda, kurz vor der Grenze nach Rumänien, die Dank EU ja kein Problem mehr ist.

Gestern ist auch Dominik auf den nächsten Hilfstransport in die Ukraine gestartet. Wegen des Eisregens startete erst gegen Mittag und kam bei Temperaturen im Plus-Bereich gut voran. Doch in Österreich gab es erneut Eisregen und viele Unfälle, so dass er prophylaktisch am Attersee in Westösterreich Feierabend machte.

Heute kommt Dominik auf eisfreien Straßen gut voran. Auch er hatte an der Mega-Baustelle vor Budapest nur wenig Stau, da wir antizyklisch fahren.
Wenn alles noch gut läuft, schafft er es heute bis kurz vor die ukrainische Grenze.

Heute bin ich nicht so weit gekommen, wie ich gedacht hatte. Aber der Grund dafür hat mich sehr gefreut: Es hat den ganzen Tag geschneit, und bei Temperaturen zwischen -5 und -8 Grad ist der Schnee schön pulvrig auch auf der Straße liegen geblieben. Das macht mir einfach Spaß! Morgen geht’s über die Karpaten.

Bei Dominik hat es gestern sehr gut geklappt. Bei der Einreise in die Ukraine keine Probleme, und dann wurde der Lkw trotz des vielen Schnees schnell abgeladen. Leider musste Dominik am Abend noch ein paar Stunden warten, bis er wieder über die Grenze konnte…

Nach einer unruhigen Nacht am Straßenrand ging’s über die wunderschönen Karpaten, und der Schnee wurde leider immer weniger. Dann noch durch Iasi und am Abend erreichte ich die Grenze nach Moldawien mit einem längeren Stau davor. Ich beschloss, auf einem bewachten Parkplatz mit einer ekligen Toilette zu übernachten. Heute morgen bin ich um 4 Uhr aufgewacht und an die Grenze gefahren. Es war kaum was los, und 1,5h später war ich in Moldawien, und muss nicht mal zum Zollhof!👍

Nun ist Dominik wieder wohlbehalten vom Hilfstransport aus der Ukraine daheim angekommen.
Herzlichen Dank an jeden, der mit seiner Spende diesen Hilfstransport ermöglicht hat!

In Moldawien wurde ich herzlich willkommen geheißen, es ist doch schon wieder drei Jahre her, dass ich das letzte Mal dort war. Die Freude über die wertvollen Hilfsgüter und die Geschenkpakete war groß.
Nach 24h machte ich mich heute Mittag wieder auf die Heimreise. Nach Volltanken für knapp über 1€ der Liter kam ich an die Grenze, die sehr gut klappte. Nun bin ich in Rumänien noch ein Stück gefahren und mache auf einem geschotterten Platz neben einem Restaurant Feierabend.

Heute fuhr ich bei strahlendem Sonnenschein weiter Richtung Heimat. Über die rumänischen Karpaten. Oben auf dem Oituz-Pass habe ich eine kleine Wanderung durch den Schnee gemacht, bis es irgendwann zu viele und vor allem frische Bärenspuren waren. Die Bärenspuren waren fast so groß wie meine Füße. Nun treffe ich mich noch mit lieben Freunden – ohne Bären.