Nach 24h Zwangspause wegen der Lenk- und Ruhezeitregeln gings heute wieder weiter. An den Grenzen keine ernsthaften Probleme, und nun bin ich wieder in Kroatien, habe Feierabend und genieße den schönen Sonnenuntergang. Heute war das Wetter sehr schön, aber morgen früh soll Gewitter kommen und ich fahre nach Norden in den Regen und die Kälte.

Ein erfolgreicher Tag liegt hinter mir: Ibrahim, der Broker, hat meine Papiere perfekt vorbereitet und hat auch, den oft schwierigen, Gang zum Doktor für die Lebensmittel für mich erledigt. Als dann der Grenzzoll fertig war, gings Vollgas zum Zollamt Tirana, die Freitags nicht so lange arbeiten. Aber ich kam noch rechtzeitig und die Ladung wurde vom Zoll freigegeben.
Weiter gings nach Pogradec. Hier hat unser Partner nun ein wunderschönes, sauberes, helles und trockenes Lager mieten können (das vorige war ein ehemaliges Kühllager von Enver Hodscha). Mit vereinten Kräften war der Lkw innerhalb weniger Stunden bei strömenden Regen abgeladen, doch rückwärts eine lange enge Gasse bei Dunkelheit und Regen mit Büschen, die die Spiegel verdecken, wieder rauszufahren war eine echte Herausforderung. Die Dankbarkeit für die Hilfsgüter, die in den nächsten Wochen verteilt werden, war wieder groß.

Nun bin ich an der Grenze nach Albanien. Leider muss ich hier übernachten, da der Doktor für den Stempel für die Lebensmittel erst morgen wieder da ist. Heute den Schrecken des Lebens gehabt, als mich 5 Lamborghinis trotz Gegenverkehr überholt haben, nur eine Vollbremsung meinerseits verhinderte Schlimmes.
Gestern war die Grenze Kroatien nach Montenegro sehr zäh, 6 Stunden. Gabs dort noch nie. Zur Krönung haben sie dort einen Stempel in meinen Papieren vergessen, deshalb sollte ich heute Abend bei der Ausreise aus Montenegro wieder zurück zur Grenze Richtung Kroatien, um den Stempel zu holen. Aber nach ein wenige Jammern gab’s Gnade vor Recht…





