Nach einer guten Fahrt bin ich jetzt an der ukrainischen Grenze. In Richtung EU ist viel los, doch Richtung Ukraine gehts. Gerade stehe ich im Niemandsland auf der Theiss-Brücke. Vor mir der Lkw ist kaputt und die Fahrer probieren ihn zu reparieren. Helfen kann ich nicht, vorbeifahren auch nicht. Also gibts erst mal Frühstück. Wenn die Grenze fertig ist machen wir in Ushgorod Zoll. Wenn alles gut klappt kann ich heute Abend im jugendhaus abladen.

Heute morgen habe ich mit zwei fleissigen Helfern den Lkw für Bulgarien beladen. Ein herzliches Dankeschön für das spontane einspringen! Der Lkw einer Spedition ist schon unterwegs nach Bulgarien. Stefan, der Leiter der Kleiderkammer, freut sich schon sehr auf den Nachschub! Am Wochenende fahre ich dann mit unserem Lkw in die Ukraine.DHHN-004

Gerade belade ich den Lkw für den nächsten Hilfstransport in die Ukraine. Schon am Sonntag wird es losgehen. Ziel ist das Jugendhaus in Uschgorod. Auf dem Bild sieht man die Gemüsekonserven, Waschmittel und Verbandsmaterialien. Kleider, Rollstühle und Rolatoren usw. lade ich noch ein.

Morgen früh um 8:30 kommt ein Lkw aus Bulgarien, den ich für unsere Kleiderkammer in Gabrovo belade. Wer hat Zeit und Kraft und kann mit helfen?

Bei gutem Wetter machte ich mich auf die lange Reise nach Minsk in Weißrussland. Durch Deutschland war es ein gutes Fahren, bis vor mir ein Passat plötzlich hin

Geschafft! Auftrag ausgeführt und zurück in der sicheren EU. Da bin ich jedesmal wieder dankbar. Der Zoll in Minsk hat sehr gut geklappt, doch bis ich dann abladen konnte musste ich ne Weile warten: Drei Autos wurden extra für mich abgeschleppt…
Nun ist das Hilfsgüterlager wieder gerammelt voll und die Freude groß. Nachschub für die Drogenreha und den Verein, der sich um die Invaliden kümmert. Ein herzliches Dankeschön soll ich ausrichten!
Heute habe ich dann zum Verlassen von Weißrussland eine andere kleine Grenze probiert. Und siehe da, fast nichts los! So musste ich nur warten und hatte aber den Psychostress nicht. Aber kreativ waren sie: Wegen der leeren Paletten musste ich zum Tierarzt. Nun ist Litauen durchquert und ich bin schon wieder in Polen…

Guten Morgen aus Weißrussland.
Es war eine lange Nacht an der Grenze. Um 16 Uhr kam ich an die polnisch-weißrussische Grenze bei Kukuryki, und ich freute mich, denn es waren nur 4 Lkw vor mir.Polnische Seite ging recht gut, ab 17:00 war ich im Niemandsland. Kam dann in dnen Schichtwechsel, da ging dann über eine Stunde gar nichts. Um kurz vor 22 Uhr waren dann meine Papiere so weit fertig, dass ich sie zum Zoll bringen konnte.Um kurz vor 23 Uhr musste ich dann an die Rampe fahren, um irgendwas zu kontrollieren. Danach zum Röntgen, welches um 00:45 fertig war. Dann noch etwas beim Zoll und um kurz vor 2 heute Morgen war ich in Weißrussland und habe noch einen Platz auf einem bewachten Parkplatz gefunden. Heute gehts weiter bis nach Minsk, wo wir morgen entzollen und hoffentlich auch gleich abladen können. Einen schönen Sonntag wünsche ich!

Nun bin ich an der Grenze von Polen nach Weißrussland. Es ist Samstag nachmittag und hatte fast keinen Rückstau. Muss ich mir merken. Jetzt sitze ich hier und warte, bis ich beim Zoll drankomme. Dann kommt die spannendere Seite der Grenze. Ich hoffe und bete, dass es schnell und ohne Probleme klappt…

Und wieder sind wir unterwegs. Ein Lkw voller Hilfsgüter ist unterwegs nach Weißrussland. Der Lkw ist verplombt und nun bin ich schon kurz vor Dresden…

Wieder konnten wir einen dringend erwarteten Hilfstransport in die Ukraine fahren. Die Not ist dort gerade so groß und sie wird immer größer…

Der Lkw war sowohl vom Gewicht als auch vom Volumen her voll beladen mit Konserven, Waschmittel, Kleidung und Schuhe, Matratzen und Decken, Rollstühlen und Rollatoren und vielem mehr.

Über Dresden und Görlitz kam ich nach Polen. Hier nutzte ich ab Breslau die alten Bundesstraßen, die nun recht leer sind. Grund ist die neue Autobahn, die aber viel Maut kostet. Auf den Landstraßen, die hier im Westen Polens auch recht gut sind, kommt man nun mit wenig Verkehr gut voran, und es ist viel abwechslungsreicher.

Während des Mittagessen in einem Restaurant gibt es einen Wetterumsturz: Beim Betreten des Restaurants hatte es noch 17 Grad mit Sonne und Wolken, beim Verlassen nur noch 6 Grad und Regen mit Sturm…

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Nach drei Tagen kam ich an die polnisch-ukrainische Grenze. Und es war fast nichts los. Grund war das Orthodoxe Osterfest, welches in der Ukraine bis Dienstag geht. Es war sogar so wenig los, dass ich noch länger auf die Zöllner warten musste. Die Abfertigung lief korrekt und ohne Probleme, nach knapp vier Stunden war ich in der Ukraine und verbrachte die Nacht an „meiner“ üblichen Tankstelle.

Bis Lvov/Lemberg war die Straße ganz ok, doch danach… Schon an der Grenze schlug ein anderer Fahrer die Hände über dem Kopf zusammen, als ich ihm erzählte, wo ich hinfahre. „Straße: Katastrophe!“

Und so war es auch wieder. Von Jahr zu Jahr wird sie schlechter. 130 Kilometer, die es in sich haben. Ich setze den Tempomat auf 30km/h, musste jedoch oft dieses Tempo noch deutlich verringern und im Schritttempo durch die Löcher schaukeln. Irgendwann kam ich dann trotzdem in Ternopil an und fuhr gleich auf den Zollhof, wo ich auch übernachtete.

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Am nächsten Morgen kamen dann die Leiterinnen vom Krankenhaus und schon vor dem Mittagessen war ich in Ilawtse. Nach dem Essen begannen wir den Lkw abzuladen und mit vereinten Kräften hatten wir den Lkw gegen Abend leer. Alles unter den wachsamen Augen des Zöllners, der jedoch nichts zu beanstanden hatte. Er versiegelte dann das Lager.

Im Krankenhaus läuft eigentlich alles seinen guten und geregelten Gang. Doch aufgrund der politischen Situation, bzw. der Veränderungen müssen einige rechtlichen Dinge des Krankenhauses neu geregelt werden. Das ist sehr zeitaufwendig und schwierig. Wir sind froh, dass wir mit der Humanitären Hilfe Bielefeld einen so guten Partner haben, der sich darum kümmert.

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In Ilawtse sind noch immer hunderte Flüchtlinge, die zum großen Teil auch noch von uns versorgt werden. Doch die ersten fassen in der neuen Umgebung Fuß. Es gibt ein Programm einer anderen Institution, die Darlehen für den Beginn der Selbständigkeit vergeben. Und so gibt es in der Gegend bald eine neue Imkerei, eine Blumenzucht und noch viele andere kleine Firmen. Ich freue mich, dass die Flüchtlinge nicht den Mut verloren haben sondern es wagen, etwas Neues zu beginnen.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf die Heimreise. Doch statt nach Süden fuhr ich nach Norden. 100 Kilometer mehr, also fast doppelt so weit wie regulär. Doch die Straßen sind zum Teil etwas besser, zum Teil richtig gut und so brauchte ich genauso lang wie auf der schlechten Straße, doch der Lkw wurde geschont. Lieber 40 Euro mehr Diesel verfahren als für hunderte Euro wieder etwas reparieren…

Am Abend erreichte ich das Jugendhaus in Ushgorod und wurde herzlich willkommen geheißen. Mir wurden stolz die neue Holzheizung und der Nachwuchs in der „Farm“ gezeigt. Nicht mehr ganz kleine Schweine und frisch geworfene Hasen.

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Am nächsten Morgen fuhr ich dann weiter gen Westen. Die Grenze war leer, und dieses Mal war das System der Zöllner für mich nachvollziehbar und logisch. Nach knapp zwei Stunden war ich wieder in der EU! Ich besuchte noch einen Freund und dann fuhr ich durch Ungarn und Österreich bis in die Nähe von Ulm, wo ich am Sonntag spätnachmittag ankam. Am Montagmorgen konnte ich noch 10 Paletten Verbandsmaterial und Inkontinenzprodukte abholen und dann kam ich wieder wohlbehalten daheim an.

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